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Freitag, 15. November 2019, 19:00 Uhr

Vor 425 Jahren geschahen in Spandau merkwürdige Dinge: Plötzlich lagen in der Stadt Geld, Kränze, Nadeln, Knöpfe, Messer und Ringe herum. Wer diese aufhob, verhielt sich auffällig – der Teufel schien in die Menschen gefahren zu sein. Die Besessenen berichten von Begegnungen mit dem Teufel, der im Wolfspelz und mit einem großen breiten Hut mit drei Federpuscheln aufgetreten sein soll, wie der Spandauer Stadtchronist Daniel Friedrich Schulze übermittelt. Weiße Engel verteidigten die Spandauer mit Sense und Schwert gegen das Böse. Der Pfarrer der Stadtkirche St. Nikolai, Albert Caler, schloss sich den Rettern an. Amtshauptmann Rochus Graf zu Lynar, der Kurprinz und die Theologen der Frankfurter Universität wurden eingeschaltet. Erst 1596 war der Spuk beendet.

Der Kirchenhistoriker Andreas Stegmann erzählt die Geschichte des Spandauer Teufelsspuks anhand der überlieferten Quellen und ordnet sie in die geschichtlichen Zusammenhänge einer von Konflikten und Krisen bestimmten Zeit ein, in der man mit einem baldigen Ende der Welt rechnete.

Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Nicht nur auf Sand gebaut – Geschichte(n) von Kirche und Stadt“ in Zusammenarbeit mit dem Verein für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte.

Mitwirkende
Dr. Andreas Stegmann (HU Berlin)
Ort
Spandovia Sacra - Museum der Ev. Kirchengemeinde St. Nikolai, Reformationsplatz 12, 13597 Berlin, Deutschland
Preis
frei