Weil das Erinnern wichtig ist...

Arbeitsgruppe Christen und Juden im Kirchenkreis Spandau

Die Arbeitsgruppe "Christen und Juden" wurde 1989 von der Spandauer Kreissynode eingesetzt. Seit ihrer Gründung ist auch das katholische Dekanat Spandau durch den*die jeweilige Pastoraralreferent*in intensiv beteiligt.

Die Arbeitsgruppe sieht es als ihre Aufgabe an, die Spandauer Kirchengemeinden an die jüdische Wurzel des christlichen Glaubens zu erinnern. Mit jüdischen und christlichen Referent*innen veranstaltet sie Vortrags- und Gesprächsabende zu biblischen Themen und zum Judentum, verabredet gemeinsame Besuche im Synagogengottesdienst und bietet Exkursionen zu jüdischen Stätten an.

Indem die AG sich immer wieder mit dem Unrecht befasst, das Juden von Deutschen angetan wurde, setzt sie sich auch heute gegen Rassismus, Intoleranz und Gewalt ein. Sie beteiligt sich alljährlich an der vom Bezirksamt Spandau ausgerichteten Gedenkfeier zum 9. November am Mahnmal Lindenufer.

In den letzten Jahren hat sie sich (in Zusammenarbeit u.a. mit der Geschichtswerkstatt) schwerpunktmäßig mit der jüdischen Geschichte Spandaus befasst. Sie hat sich für die Rückbenennung der seit 1938 sogenannten Kinkelstrasse in den historischen Namen Jüdenstraße eingesetzt. Am 9. November 2005 sind auf ihr Betreiben durch das Bezirksamt Spandau vor dem Wohnhaus des letzten Spandauer Rabbiners Dr. Artur Löwenstamm und dem ehemaligen Altenheim der jüdischen Gemeinde in der Feldstrasse Nr. 8 und Nr. 11 Gedenktafeln aufgestellt worden.

Informationen zum Leben von Dr. Arthur Löwenstamm
Infoblatt "Juden in Spandau"
 

Informationen zu den Namenslisten deportierter und ermordeter jüdischer Spandauer im Turm von St. Nikolai