Interreligiöser Dialog und Ökumene
Interreligiöser Dialog
Aufgabe des Beauftragten für den interreligiösen Dialog ist es, das Gespräch mit den in Spandau vertretenen Religionen voranzubringen und den Kontakt zu fördern.
Der Beauftragte soll die Arbeit des Superintendenten im Bereich des interreligiösen Dialogs unterstützen sowie Gemeinden und Kitas beraten, z. B. den Kontakt zu religiösen Gruppen fördern, theologische Grundsatzfragen zum interreligiösen Dialog bearbeiten und Ansprechpartner in Fragen des interreligiösen Dialogs sein. Dadurch könnte die interreligiöse Kompetenz der Gemeinden gestärkt und Vorurteile abgebaut werden.
Das gemeinsame Feiern von Festen, der Austausch von Grüßen zu den Feiertagen oder das solidarische Engagement in gesellschaftspolitischen Fragen lassen das Verständnis füreinander und den bürgerschaftlichen Zusammenhalt wachsen. Auch seelsorgerliche Gespräche oder die Beratung für interreligiöse Ehen und Partnerschaften können Vertrauen zueinander schaffen.
Mehr zum Thema Interreligiöser Dialog finden Sie auf den Seiten der Landeskirche: www.ekbo.de/wirken/politik/interreligioeser-dialog
Ökumene
Das Wort „Ökumene“ kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt „die ganze bewohnte Erde“. Gemeint ist die Gemeinschaft und der weltweite Dialog zwischen den verschiedenen christlichen Kirchen. Daraus leitet sich bereits die Aufgabe der Ökumenebeauftragten ab, nämlich die Begegnungen und den Kontakt zwischen den Konfessionen zu förden und auszubauen.
Warum sollte Ökumene wieder mehr in das Blickfeld von Kirchengemeinden geraten? Ökumene weitet den Blick für die Ausdrucksformen christlichen Glaubens und die verschiedenen Ausprägungen von Kirchen und Gemeinden. Gerade in der heutigen Zeit, in der Ängste vor dem Islam und dessen Ausbreitung sich verstärken, ist es wichtig, dass verschiedene Konfessionen zueinander finden und in einem säkularen Umfeld christliche Werte erfahrbar machen. Außerdem sind durch die Kriegs-, Umwelt und Sozialkatastrophen in aller Welt Christen zu uns gekommen, die einen Platz in unserer Gesellschaft suchen und die es zu unterstützen gilt.
Der Kirchenkreis Spandau ist, was Ökumene betrifft, nicht breit aufgestellt, er sollte allerdings in jedem Falle in den Gremien gut vertreten sein, um die Bindung an ökumenische Prozesse nicht gänzlich zu verlieren. Wünschenswert wäre auch eine breitere Unterstützung der Weltgebetstagsarbeit, die schließlich seit vielen Jahren die ökumenische Basisbewegung schlechthin ist. Eine Rückmeldung ökumenischer Aktivitäten in den Gemeinden an die Ökumene-Beauftragten macht ebenfalls Sinn. Da, wo schon fremdsprachige Gemeinden beheimatet, sind gilt es, den Kontakt zu ihnen zu intensivieren.
Ökumene sollte in unseren Gemeinden nicht ein Randthema sein, das eventuell nach Erledigung aller sonstigen Aufgaben wahrgenommen wird, sondern als notwendig und bereichernd mehr in den Fokus gerückt werden.
Mehr zum Thema Ökumene finden Sie auf der Seite der Landeskirche: www.ekbo.de/deine-landeskirche/werke-orte-und-einrichtungen/berliner-missionswerk
Der oder die Beauftragte für Interreligiösen Dialog und Ökumene wird von der Kreissynode gewählt. Derzeit ist das Amt unbesetzt. Bei Interesse wenden Sie sich an das Kirchenkreisbüro.