Vision der AG Ökologie für den Kirchenkreis Spandau im Jahr 2046

Verabschiedet 17.02.2026

Präambel

Unsere Vision ist ein Kirchenkreis, der bis zum Jahr 2046 durch sein verantwortungsvolles, nachhaltiges Handeln viele Ressourcen in die Arbeit mit und für Menschen und in die Bewahrung der Schöpfung umgelenkt hat. Neue Denk- und Handlungsansätze sind initiiert und Bewährtes mit Neuem konstruktiv verbunden - im Analogen wie im Digitalen. Die Menschen leben spirituell gut versorgt in Zufriedenheit und guter Gemeinschaft.

Wir sind stolz und dankbar, hieran mit unserer ganzen Kraft und Inspiration mitwirken zu können.

Unsere Vision ist ein Kirchenkreis,

  1. der Energie aus eigener ökologischer Energieproduktion gewinnt,
  2. der Artenschutz und Biodiversität lebt.
  3. der eine ressourcenfreundliche Wassernutzung praktiziert,
  4. der den Einsatz von Recyclingprodukten sowie fair und ökologisch produzierter Materialien fest verankert hat, und
  5. der konsequent auf umweltfreundliche Mobilität umgestellt ist.
  6. der sich als geistlich-spirituell verankerten, ökologischen Lern- und Verantwortungsraum versteht,
  7. der soziales sowie ökologisches Handeln miteinander verbindet, und
  8. der in lebendigen Netzwerken wächst und offen ist für Zusammenschlüsse mit anderen nachhaltig Agierenden - um gemeinsam noch kraftvoller zu wirken.
  9. der bei seinem Weg in das Jahr 2046 in demokratischen Prozessen auf die Kreativität und den Sachverstand, den Ideenreichtum und das Engagement der Mitmenschen vertraut – in Freude und in gegenseitigem Respekt.

Wir wissen uns auf diesem Weg von Gottes schöpferischer Kraft getragen.

Maßnahmen der Umsetzung 

Zu 1. Uns ist bewusst, dass dafür in erneuerbare Energien – Photovoltaik, Windkraft, Geothermie und innovative Speicherlösungen – zunächst investiert werden muss, bevor alle Gebäude und Aktivitäten mit regenerativer Energie versorgt werden können. Dieser Weg wird als geistliches und gemeinschaftliches Lernfeld verstanden.

Zu 2. In Kirchgärten wachsen biologisch gezogene Altarblumen, versiegelte Flächen wurden zu Wiesen; vielfältige klimaresistente Pflanzen und Bäume sind gepflanzt, lebendige Orte für Tiere und Insekten sowie zahlreiche Vegetationsinseln geschaffen.

Zu 3. Regenwasser wird gesammelt, Zisternen sichern Kreisläufe für Brauchwasser und sauberes Wasser ist anerkannt als die Lebensquelle schlechthin.

Zu 4. Materialvermeidung, Wiederverwendung und gemeinschaftliche Pools zur Ressourcennutzung stehen dabei im Mittelpunkt.

Zu 5. Genutzt werden in hohem Maße Fuß- und Radwege, der ÖPNV, die E-Mobilität und das Mittel von Fahrgemeinschaften.

Zu 6. Bildungs- und Mitwirkungsangebote stärken das Bewusstsein und den Zusammenhalt.

Zu 7. Pilgerwege, Schöpfungsandachten und ökologische Spiritualitätsprojekte laden zur Verbindung von Glauben und Handeln ein.

Zu 8. Das können evangelische Einrichtungen und Organisationen sowie andere religiöse und weitere Institutionen sein.

Weitere Umsetzungsmaßnahmen

  1. Beim Bauen und Sanieren wird auf Nachhaltigkeit gesetzt. Behutsame Sanierung im Bestand, Nutzung regionaler und natürlicher Baustoffe sowie Konzepte der Kreislaufwirtschaft (cradle-to-cradle) sind feste Prinzipien.
  2. Überall wo möglich wird neben der entsprechenden Außenflächengestaltung Gebäu-debegrünung umgesetzt.
  3. Es gibt Nachhaltigkeitsbeauftragte, die die Maßnahmen prüfen und bewerten (Energie, Wasser, CO₂, Materialien), um Fortschritte sichtbar zu machen und aus ihnen zu lernen. So werden Erfolge transparent und Motivation zur kontinuierlichen Verbesserung gestärkt.
  4. Ressourcenschonender Umgang mit digitalen Tools.
  5. Die Anlageverordnung der EKBO für ethisch-nachhaltige Geldanlagen wird verpflichtend angewendet.