26/08/2025 0 Kommentare
25 Jahre Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander
25 Jahre Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander
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25 Jahre Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander
Seit über 25 Jahren stehen Menschen einmal im Monat samstags eine Stunde auf dem Spandauer Marktplatz und halten Mahnwache. Sie zeigen Gesicht „für Toleranz und ein friedliches Miteinander, gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit“, wie auf einem Banner zu lesen ist. Es gibt Anerkennung, aber auch kontroverse Diskussionen. Den meisten Anstoß erregt meist das Zusatzschild „Geflüchtete willkommen heißen“.
Am 5. Juli 2025 wurde das 25-jährige Bestehen begangen. Nicht „gefeiert“, wie Pfarrer Klaus Will bei der Begrüßung auf dem Marktplatz sagte. Besser wäre es, wenn es die Mahnwache nicht mehr geben müsste, aber die Verhältnisse sind leider nicht so, wie wir wissen.
Es begann in den 1980er Jahren, als Spandauer Pfarrer mehrmals zu Friedensmahnwachen aufriefen. Seit September 2000 gibt es den monatlichen Turnus der „Mahnwache gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit“. Der Evangelische Kirchenkreis Spandau wurde Träger. Unterstützer sind die katholische Kirche, amnesty international, Omas gegen Rechts und die Pax-Christi-Bewegung. Die Mahnwache ist Mitglied im Netzwerk Spandau für Demokratie, Toleranz, Respekt & Vielfalt.
Vor der Jubiläumsmahnwache fand eine Andacht in der Kirche St. Marien am Behnitz statt. Superintendent Florian Kunz predigte zum „Barmherzigen Samariter“. Die Mahnwache auf dem Markt wurde danach von der Trommelgruppe Al Samar begleitet. Viele hielten einen lila Luftballon in der Hand mit der Aufschrift „Wir zeigen Gesicht!“, darunter auch Helmut Kleebank MdB, Bezirksbürgermeister Frank Bewig und Raed Saleh. Pfarrer Lutz Nehk, Beauftragter des Erzbistums Berlin für Erinnerungskultur, brachte Grüße von Erzbischof Heiner Koch.
Franz-Josef Esser, Mitglied der Mahnwache
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