Beauftragter für Velokultur
Seit der Frühjahrssynode 2026 gibt es im Kirchenkreis Spandau einen „Beauftragten für Velokultur“.
Dabei geht es zunächst um ganz praktische Fragen wie die nach der Möglichkeit, unsere Kirchen und Gemeindehäuser mit dem Fahrrad zu erreichen. Ich möchte aber darüber hinaus auch vermitteln, dass das Radfahren eine sehr kultivierte Fortbewegung ist. Man kann vergleichsweise lange Strecken zurücklegen und bleibt dabei in unmittelbarem Kontakt mit Mensch und Umwelt. Wenn ich aus Kladow an der Havel entlang zur Superintendentur fahre, ist das gerade an sonnigen Tagen fast wie ein Gottesdienst.
22 Prozent aller Wege in der Stadt werden mit dem Auto zurückgelegt und 18 Prozent mit dem Fahrrad. Die Verkehrsinfrastruktur für den fahrenden und ruhenden Verkehr dient zu 49 Prozent dem Auto und zu 4 Prozent dem Fahrrad. An diesen Zahlen werden die Prioritäten der Verkehrspolitik in den letzten 70 Jahren deutlich.
Zu unseren Hausaufgaben als Evangelische Kirche Spandau gehört es, dafür zu sorgen, dass Fahrradfahrer ihr Gefährt an unseren Kirchen und Gemeindehäusern einfach und sicher abstellen können. Das ist noch nicht überall gewährleistet: Einige haben gar keine Abstellmöglichkeit, andere weniger gute und wieder andere gut nutzbare Fahrradbügel. Hier Unterstützung anzubieten, wird eine meiner wichtigsten Aufgaben 2026 und 2027 sein. Dabei geht es darum, Defizite aufzuzeigen, Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln, Fördermittel zu akquirieren und Gespräche mit den zuständigen Behörden zu begleiten.
Auch wenn der Schwerpunkt meiner Aufgaben praktischer Natur ist, weist sie darüber hinaus. Es geht nämlich auch um das sichtbare Engagement der Evangelischen Kirche im Gemeinwesen und um die Bewahrung der Schöpfung.
Wenn Ihre Gemeinde Unterstützung haben möchte, schreiben Sie mir.
Kontakt